Mittwoch, 14. November 2012

8. Tag: Freier Wille

Gestern habe ich nichts geschrieben. War das mein Schicksal? Sollte ich gestern nichts schreiben? Ich wollte doch was schreiben - den ganzen Tag über, aber habe es dennoch nicht gemacht. Was war nur mit mir los? Bedeutet denn Schicksal, dass wir keinen freien Willen haben? Ich meine Schicksal bedeutet, dass einem etwas bestimmt ist etwas zu tun. Jemand bestimmt also darüber, was wir tun sollen. Und wenn wir das nicht wollen? Das ist egal. Es ist egal, was wir tun. Wenn es wirklich ein Schicksal gibt, dann wird es auch eintreffen, auch wenn wir mit aller Macht versuchen das Gegenteil zu erreichen und Dinge tun, die von dem Schicksal abschweifen. Manchmal sagt man ja, dass man sein Schicksal selbst in der Hand hat. Heißt das, wenn ich jetzt sage "Ich werde berühmt" und mich dann gehen lasse, dass ich dann trotzdem berühmt werde? Na ja, so einfach geht das wohl doch nicht. Wenn wir unser Schicksal nicht selber in der Hand halten, haben wir den Vorteil, dass wir nicht wissen, was aus uns werden soll und wir strengen uns im Leben an. Wir wissen ja nicht, ob es uns bestimmt ist irgendwann als Penner im Park zu sitzen oder als berühmter Wissenschaftler die Welt zu verändern. Wenn wir unser Schicksal selbst in der Hand haben, dann haben wir ein klares Ziel, das wir uns selber aussuchen können und setzen auch alles daran, es zu erreichen. Oft klappt das - fürs Erste. Aber um so öfter läuft später alles schief und einige erreichen ihr Ziel nie.
---
Glaubt ihr, dass es ein Schicksal gibt? Wenn ja, haben wir es selber in der Hand oder denkt ihr, dass eine höhere Macht über unsere Zukunft entscheidet? Gibt es wirklich einen freien Willen oder ist das nur Einbildung? Wie seht ihr das?
"Die Nornen" von Ludwig Burger. Sie waren die Schicksalsgötinnen der Germanen und Wickinger

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Sagt mir was ihr denkt. Ob Lob oder Kritik: Ich nehme alles an.
Kommentare beantworte ich auf diesem Blog.