Freitag, 15. März 2013

Magie&Seele #1 - Albträume und Angst

Hallo ihr Guten,
dies hier ist der erste Teil einer Serie, in der es um unnatürliches/übernatürliches/magisches geht. Ich habe euch davon schon letzten Freitag erzählt und euch nach Titel-Vorschlägen gefragt. Ihr hattet echt tolle Vorschläge, aber ich habe mich dann doch für meine erste Idee entschieden, weil es, denke ich, ganz gut passt.

Das erste Thema enthält den Ursprung fast aller Mythologien: Die Albträume und die Angst.

Bevor die Menschen an übernatürliche Wesen und später auch an Götter glaubten, gab es aber schon den Glauben an Seelen und Geister. Entstanden sind diese durch vor allem durch Albträume, in denen zum Beispiel ein Verstorbener vorkam. Man glaubte, dass die Seele des Verstorbenen immernoch da sei und im Traum zu einem kommt. Aber oft wurden diese Träume zu Albträumen, in denen der Schlafende gequält wurde.

Aber wie kommt es zu Albträumen? 
In der Nacht verarbeiten wir Dinge, die unser Unterbewusstsein aufgenommen hat, aber was wir gar nicht gemerkt haben. So kommt es zum Beispiel, dass wir von Menschen träumen, die wir scheinbar noch nie im Leben gesehen haben. Oft träumen wir auch von Dingen, vor denen wir Angst haben.

Aber woher kommt die Angst?
Ich meine jetzt nicht die Angst um andere Menschen, also Sorge, sondern richtige Furcht.

Stellt euch mal folgendes vor:
Ihr steht alleine auf einem weiten Feld. Es ist Nacht und hinter euch sind nur die Stoppeln. Irgendwo in der Ferne wohnen ein paar Menschen, aber sie sind viel zu weit weg, um auch nur ihre Häuser zu sehen. Vor euch türmt sich ein dichter Wald auf. Alles ist still. Aber plötzlich knackt etwas in dem Wald, ein Schatten erscheint. Es ist zum Glück nur ein Vogel.
Ein Wind kommt auf und rauscht durch die Bäume, sodass ein heulendes Geräusch entsteht. Ihr wisst, dass ihr jetzt in diesen Wald müsst.

Ihr habt Angst. 

Aber ist diese Angst nicht total unnötig? Ich meine, es ist nur ein Wald, ein bisschen Wind, eine ganz normale Nacht und ein Vogel. Eigentlich hat man vor diesen Dingen keine Angst und trotzdem ist es bedrohlich.
Man könnte es als warnenden Instinkt sehen. Doch wovor warnt uns unser Instinkt? Vielleicht existiert ja doch etwas, was wir uns nicht erklären können. Etwas, was nur unser Unterbewusstsein bemerkt, aber nicht wir. Wir spüren nur die Angst.

Wer versucht in einem dunklen Keller nicht gleich das Licht anzumachen? Wer versucht nicht bei so einer bedrohlichen Stille, wenn man alleine ist, irgendein Geräusch zu erstellen?

Dabei können schon vorallem die kleinsten Dingen beängstigend sein. Vor allem Kinder bemerken das. Diese Szene habe ich gestern beobachtet:

Ich bin in die Kinder-Bibliothek gegangen, weil es das Buch, das ich ausleihen wollte in der für Erwachsene nicht gab. Ich wartete am Eingang, weil ich fragen wollte, ob das Buch zur Zeit ausgeliehen ist oder nicht. Vor mir war ein Mann, der gerade einen Bibo-Ausweis für seinen Sohn erstellte. Also wartete ich.
Weiter hinten auf einem Sitzsack saß ein Mädchen, vielleicht vier oder fünf Jahre jung. Sie hatte einen Atlas für Kinder in der Hand, aber sie konzentrierte sich nicht darauf. Im Erdgeschoss krachte eine Tür (die Tür kracht immer) und das Mädchen sah sich ängstlich um und sagte etwas mit ihrer piepsigen, aber sanften Stimme, zu ihrer Mutter. Die Mutter sagte etwas, wie "Das ist nur die Tür, da musst du keine Angst haben." Als die Tür später nochmal krachte, sagte das Mädchen mehr zu sich selbst: "Ich habe trotzdem Angst."

Das Krachen dieser Tür ist mir seit Jahren nicht mehr aufgefallen und ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Mädchen grundlos Angst hatte. Ich weiß nicht, ob sie schon schlechte Erfahrungen mit krachenden Türen gemacht hat, aber da hätte die Mutter doch bestimmt anders reagiert. Und im Kindergarten kracht ständig was, da müsste sie ja ständig Angst haben.

Ich denke, dass da was ist und dass Kinder dafür ein besseres Gespür haben als wir. Und darum soll es in der nächsten Folge gehen.

Ich hoffe, dass euch der erste Teil gefallen hat. Wenn ihr Verbesserungsvorschläge habt, nur zu!


Kommentare:

  1. Interessant. Hast du gut geschrieben! Ich kann mich nie an meine Träume erinnern nur so einzelstücke aber EINMAl wusste ich noch alle 5 träume die ich hatte. Und ich könnte es immer noch alles erzählen, auch wenn es sich im nachhinein soo unsinnig anhört :-D

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    1. An Träume kann ich mich meistens erinnern, aber ich kann sie nicht so gut erzählen, weil ich nicht weiß wie ich es beschreiben soll =)

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  2. Huhu!

    ch kann eigentlich fast immer erzählen, was ich geträumt habe.
    Egal ob es angenehme oder beängstigende Träume waren. Ganz schlimm ist es, wenn ich erschrocken wach werde, mein Herz klopft, ich versuche mich zu beruhigen, schlafe wieder ein und dieser schreckliche Traum geht doch tatsächlich weiter...

    Wenn ich dann wieder wach werde, schnappe ich mir ein Buch um mich auf andere Gedanken zu bringen.


    "Die Angst im Dunkeln, vor der Dunkelheit... wie auch immer".
    Darüber habe ich mal einen Bericht im TV gesehen, was ich absolut logisch fand, war Folgendes:

    Die Angst und das Unbehagen fast jeden Mensches in der Dunkelheit ist eine Art Urinstinkt. Schon viiiiel früher bedeutete Dunkelheit für den Menschen meist Gefahr, da man im Schwarzen etwas ( ein wildes Tier? ) oder Jemanden nicht sofort darin erkennt, sich also der Feind dort gut verstecken kann und man unvorhergesehen angegriffen werden könnte. Diese Erfahrung aus lang vergangenen Tagen steckt bis heute in uns! So wurde es erklärt und wie schon gesagt, klingt gar nicht so falsch für mich!

    Freue mich schon auf deine nächsten Berichte!

    LG, Jenny

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    1. Danke =)
      Ja, die Erklärung passt. Aber es gibt ja noch so viele Ängste, die man sich nicht erklären kann...

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  3. Ein sehr schöner Post, hast du wirklich gut geschrieben :)

    Ich habe nicht vor vielen Dingen Angst, aber ich habe Angst vor Albträumen. Ich habe seit Jahren immer wieder denselben Traum, der mir jedesmal aufs neue eine Heidenangst einjagt *schauder* Es heißt ja immer, das Träume etwas zu bedeuten haben. Ich habe nur noch nicht herausgefunden, was mir dieser Traum seit mittlerweile fast 6 Jahren sagen will...

    Freue mich auch schon auf deinen nächsten Post =)

    Liebe Grüße
    Banshee

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    1. Danke, der nächste wird wohl am Freitag kommen =)

      Das mit der Angst vor Albträumen kenne ich nur zu gut und meist hat man schon vorm schlafen so ein ungutes Gefühl, aber man weiß ja, dass es nur ein Traum ist und hat trotzdem angst. In meinen Albtäumen passiert eigentlich nie etwas schlimmes, aber da ist trotzdem immer so eine Bedrohung...

      LG
      Luisa

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