Sonntag, 20. Mai 2018

{Bericht} Leipziger Buchmesse 2018 - Samstag

Ganze zwei Monate ist die LBM schon wieder her und wie immer habe ich es in der ganzen Zeit noch nicht geschafft Bericht zu erstatten. Darum möchte ich dies nun nachholen...

Wie im letzten Jahr, war ich auch diesesmal am Samstag und am Sonntag auf der Messe. Am Samstagmorgen ging es mit meiner Schwester und ihren Freundinnen los. Ich war froh, dass die Mutter von einem der Mädchen gefahren ist, da durch Schneechaos die Züge ausfielen und auch der Stadtverkehr lahm gelegt wurde. Wir merkten davon ebenfalls eine Menge: Es ging nur ganz schleppend voran und am Ende kamen wir später an, als geplant.


Meine Schwester war mehr mit ihren Freundinnen unterwegs, weshalb ich mich im Alleingang aufmachte. Der Samstag war mein Cosplay-Tag und ich war als Alice aus "Alice im Wunderland" unterwegs.

Schon im Eingangsbereich begegnete ich Jenni von "Once upon a story", mit der ich mich kurz unterhielt.



Danach ging es direkt zum Ueberreuter Verlag, wo die Signierstunde von Ava Reed stattfinden sollte. Doch zunächst brauchte ich noch ein Buch von ihr, weshalb ich mir "Die Stille meiner Worte" kaufte - zudem entdeckte ich dort auch die "Musikalischen Bilderbücher", in die ich mich schon vor einer Weile verliebt habe. Deshalb landeten auch noch "Der Karneval der Tiere" und "Eine kleine Nachtmusik" in der Einkaufstüte =)


Doch nun wurde es Zeit, mich in der Schlange für Ava Reed anzustellen. Die große Frage war nur: Wo war das Ende? Binnen kürzester Zeit wurde die Schlange unglaublich lang. Doch zum Glück befand sich dazwischen auch Ellen vom "Bücherblog Dragonfly". Also warteten wir eine Weile zusammen und der Verlag verteilte sogar Schokolade.


Leider tat sich über den Zeitraum gar nichts und der nächste Punkt auf meiner Liste wartete schon. Da ich mich schon die ganze Zeit darauf freute, entschloss ich mich dazu die Schlange zu verlassen und in die Halle 4 zum Kinderprogramm "Amadeus!" zu gehen.
Wolfgang Amadeus Mozart, der das ganze eigentlich moderieren sollte, hatte allerdings einen Motorschaden, weshalb ein bisschen improvisiert wurde. Schlimm fand ich das nicht, weil ich mich währendessen mit einer Dreijährigen anfreundete, die mich auch noch überzeugen konnte vor allen Leuten mit ihr zur kleinen Nachtmusik zu tanzen.
Auch die Mutter des Mädchens war sehr nett und es sollte nicht unsere letzte Begegnung sein.


Anschließend lief ich in die Glashalle und schaute noch mal kurz in Halle 2 vorbei, wo ich immernoch eine riesige Schlange wegen Ava Reed vorfand.
Unterwegs wurde ich dann meist von den Kindern angesprochen, die mein Kostüm toll fanden. Ich traf aber auch andere Cosplayer, mit denen ich Fotos machen wollte - z.B. diese nette Hutmacherin!


Später traf ich noch zwei Freundinnen, die (irgendwie) mit dem Zug angereist waren und dann stürzte ich mich wieder ins Getümmel. Zwischen den Cosplayern fühle ich mich immer sehr wohl. Weil ich aber neugierig war, ob es bei Ava Reed immernoch so voll war und ich noch mal mein Glück versuchen wollte, ging ich zurück in die Halle 2.
Und siehe da! Ich bildete das Ende der Reihe und keiner durfte sich nach mir anstellen. Da hatte ich noch mal Glück gehabt und Ava Reed ist wirklich eine sympathische Person!


Ebenso sprang mir dort das reizende Kinderbuch "Keiner gruselt sich vor Gustav" ins Auge und somit kaufte ich schon mein viertes Buch von diesem Verlag:


Größere Pläne hatte ich nun nicht mehr, weshalb ich beim Instrumentenkarussel vorbei schaute. Dort traf ich wieder das kleine Mädchen, das sich auch sehr freute, mich zu sehen.
Beim Instrumentenkarussel wurde dann mein kleiner Traum wahr, einmal einen Kontrabass in der Hand zu halten und versuchen zu spielen. Das Instrument ist riesig und gerade deswegen ist es so cool. Würde ich mich trauen, würde ich es wahrscheinlich lernen.


Leider musste ich mich danach verabschieden (fürs erste), weil ich mich mit meiner Schwester und ihren Freunden in der Glashalle treffen wollte. Sie waren als kleine Naruto-Gruppe unterwegs und gingen erst noch zu einem Treffen. Zwischendurch traf ich noch ein paar coole Cosplayer von und mit denen ich Fotos machte.

Meine Schwester

Viel Zeit hatten wir mittlerweile nicht mehr, aber noch genügend zum schlendern. Also ging ich noch ein bisschen durch die Hallen 1 und 2. Dort fand ich dann das Buch "Welche Farbe hat ein Kuss?", das ich unbedingt kaufen musste.
Wisst ihr, was seltsam ist? In den ganzen letzten Jahren habe ich mir auf der Buchmesse alles gekauft - außer Bücher. Und als ich nun gar nicht mehr mit etwas anderem rechnete, ließ mich die Manga-Comic-Halle in diesem Jahr kalt. Dafür besitze ich nun einen Haufen Kinderbücher- vielleicht wäre das mal eine Rubrik auf meinem Blog?


Die restlichen Minuten verbrachte ich dann damit das Buch in der Glashalle zu lesen. Einige Passanten fanden das wahrscheinlich so toll, dass sie im Vorbeigehen Fotos machten. Nicht, dass ich etwas dagegen hätte, aber ich möchte doch lieber wissen, wo die Bilder irgendwann landen.
Einmal wurde ich dann doch gefragt und diese Fotos wurden mir dann auch geschickt. Vielen Dank dafür =)

Foto: Jan Franzke
Insgesamt war es ein wunderbarer Tag. Auch wenn die Hinfahrt echt nervenaufreibend war, gestaltete sich der Tag entspannt und hielt einige Schätze (wunderbare Bücher) und Überraschungen für mich bereit (Kontrabass spielen, Tanzen mit dem kleinen Mädchen und die Signatur von Ava Reed).
Vor allem die Kinder freuten sich, als sie mich in meinem Kostüm erblickten und riefen ganz aufgeregt "Alice im Wunderland!". Ich glaube, dass mich das am allermeisten freute. Aber auch der Sonntag hielt noch einiges für mich bereit...

Sonntag, 11. März 2018

Leipziger Buchmesse 2018 - Bin da, wer noch?

Jaja, es wird wieder Zeit für meinen typischen "Bin da, wer noch?"-Post vor der Leipziger Buchmesse. Im letzten Monat wurde es ja sehr still auf diesem Blog und das hat zwei gute Gründe:
1. Meine Ausbildung zur Erzieherin geht in den Endspurt und ich arbeite seit Februar in einem Kindergarten. Nebenbei schreibe ich fleißig an meiner Facharbeit und hoffe, dass alles gut wird.
2. Die Wochenenden verbrachte ich mit dem Nähen. Denn wie in jedem Jahr erscheine ich auf der LBM im Cosplay!

Ich hatte schon Angst, dass ich es nicht rechtzeitig schaffen würde, aber heute war das Kostüm endlich so weit, dass ich es probetragen konnte:


Samstag
... werde ich als Alice im Wunderland in der Disney-Version von 1951 erscheinen. Zum Kostüm an sich werde ich gewiss später mal was schreiben. Natürlich habe ich aber auch einen kleinen Plan zu welchen Veranstaltungen in gerne gehen würde. Da dieser bei mir jedoch (fast) immer über Bord geworfen wird, sind einige Sachen mit Klammern versehen.

(11.15 Uhr - Palace of Glass)
(11.30 Uhr - Ava Reed)
12.00 Uhr - Amadeus!
(12.00 Uhr - Und wenn die Welt verbrennt)
(13.00 Uhr - Hinter den Kulissen)
13.30 Uhr - Der kleine Prinz wird erwachsen

Sonntag
... wird bei mir wieder der Blogger-Tag OHNE Kostüm. Im letzten Jahr war es sehr entspannend mal einen Tag ohne Kostüm durch die Gänge zu wandern, sodass ich es in diesem Jahr wieder so mache.

10.30 Uhr - Storytelling in Buchblogs
11.30 Uhr - Entdecke die Klassische Musik
(13.00 Uhr - Worbla Basic)
14.00 Uhr - Drama an der Hofoper
(14.30 Uhr - Instrumentenkarussell)

Und natürlich stehen auch noch ganz viele Verlage aus, die ich besuchen und bei denen ich einfach mal stöbern möchte.

Wer von euch ist auch auf der LBM und an welchem Tag? Gerne würde ich wieder ein paar von euch treffen - vielleicht geht ja jemand zu den selben Veranstaltungen? Oder wie sieht euer Plan aus, vielleicht ist ja noch was Spannendes für mich dabei =)

In diesem Sinne: Bis bald!
Eure Luisa

Montag, 29. Januar 2018

{Bericht} Sightseeing, Sisi-Museum und Naschmarkt? Ja! - Mozartkonzert? NEIN!!!

Noch einen letzten vollen Tag hatten wir in Wien und an diesem durfte ich mein Planungstalent unter Beweis stellen, weil ich schon im Vorhinein bestimmt habe, wann es wohin ging. Hätte ich einen besseren Orientierungssinn, wäre auch alles reibungslos abgelaufen - so machten wir auf unserer Tour ein paar Umwege und sahen allerhand tolle Sachen.

Als erstes liefen wir vom Stephansdom aus zur Hofburg. Dabei kamen wir an einigen beeindruckenden Gebäuden vorbei, wie der österreichischen Nationalbibliothek. Zu gerne wäre ich hinein gegangen, aber meine Familie wollte sich vorerst an meinen ursprünglichen Plan halten, weshalb wir direkt zur Hofburg gingen.


In der Hofburg gingen wir die Tour Silberkammer - Sisi-Museum - Kaiserappartments.
In der Silberkammer waren ganz viele Gegenstände (z.B. Kerzenständer, Porzellan...) der Habsburger ausgestellt. Das war zwar schön anzusehen, interessierte mich aber weniger.
Spannender war es im Sisi-Museum, wo es um das Leben der Kaiserin ging. Auch verschiedene Kleidungsstücke wurden ausgestellt, welche ich genau unter die Lupe genommen habe und sehr inspirierend fand.
Ebenso spannend waren die Kaiserappartments, wo man sehen konnte, wie Sisi und Franz gelebt haben. Ich mag die Vorstellung, dass die Personen auf den Gemälden und von denen ich schon so viele Geschichten gehört habe, in diesen Räumen lebten, in denen ich selbst gerade stand. Und ich mag es mir die verschiedenen Sachen dort anzusehen und zu wissen, dass das meiste davon damals schon dort war.
Insgesamt war die Tour ziemlich lang und hat sich deshalb sehr gelohnt. Allerdings waren wir danach ziemlich fußlahm.


Anschließend war der Burggarten mit dem Mozartdenkmal geplant, wir gingen aber erst ausversehen in den Volksgarten. Das war aber kein Problem für mich, weil dort das Sisi-Denkmal war. Meine Eltern nutzen die Gunst der Stunde und ruhten sich einen Moment aus, während ein kleines Kind begann mit mir zu spielen =D


Danach ging es aber wirklich zu Mozart! Dass alle Hunger hatten, senkte die Stimmung an dieser Stelle ein bisschen. Klar, wer ist nicht gereizt, wenn er Hunger hat. Und wer wird nicht noch gereizter, wenn man alle zwei Minuten angesprochen wird: "Mozartkonzert?"
Ich mag Mozart wirklich gerne (siehe Foto), aber Wien war so überfüllt mit ihm, dass ich schon leichte Aggressionen bekam, wenn ich seinen Namen hörte oder eine Abbildung von ihm sah, aber vor allem, wenn mich jemand fragte, ob ich zu einem Mozartkonzert wollte!


Also gingen wir weiter und suchten nach etwas Essbaren. Dabei begegnet wir einem weiteren tollen Typen:


Wir liefen und liefen und waren hungrig, bis wir bei der Staatsoper waren, wo an diesem Abend, wer hätte es gedacht, ein Mozartkonzert stattfand. Tatsächlich würde ich so gerne mal das Opernhaus von innen sehen und mir ein Konzert oder eine Oper anhören bzw. ansehen. Da wir aber nur noch an diesem Tag da waren, ging das leider nicht. Dafür wurde die Staatsoper zu meinem Orientierungspunkt, zu dem ich immer wieder zurück fand, wenn ich nicht wusste, wo wir uns befanden. Von dort aus wusste ich dann immer wieder, wo wir (ungefähr) lang mussten.


Kurz darauf fanden wir tatsächlich etwas zu essen und so ging es uns allen wieder besser!
Apropos Essen! Unser nächster Weg führte uns zum Naschmarkt. Das heißt, eine freundliche Frau, die unsere Verwirrung erkannte, führte uns zum Naschmarkt. Ich mochte die Stimmung dort mit all den Händlern, die Probierstückchen anboten.


Beim Naschmarkt gab es dann auch allerlei andere hübsche Sachen zum Fotografieren:


Da meine Eltern nach dieser langen Tour ziemlich fertig waren, schlugen sie vor, dass wir doch eine Stadtrundfahrt machen könnten, wo wir sitzen würden und alles einfach nur betrachten können. Also gingen wir zurück zur Staatsoper, wo solche Fahrten angeboten wurden und informierten uns. Dabei kamen wir zur Erkenntnis, das wir alles, was man bei so einer Fahrt zu sehen bekommt, bereits auf unserer heutigen Tour betrachten konnten (es gab nämlich noch viel mehr, als ich euch hier berichtet habe, aber das würde den Rahmen sprengen).
Also ruhten wir uns noch ein bisschen dort aus und fuhren anschließend mit der Bahn zurück in die Wohnung. Dass mich meine Eltern jemals wieder eine Stadttor planen lassen, bezweifle ich. Ich finde trotzdem, dass mein Plan gar nicht so falsch war. Ich hätte nur eine Mittagspause einplanen müssen und die Länge der Strecke besser einschätzen...


Die drei Tage in Wien waren unglaublich schön. Wir haben viel gesehen und erlebt und ich bin mir sicher, dass ich nicht zum letzten mal in Wien war. Es gibt einfach noch zu viele Orte, die ich noch nicht besuchen konnte und zu viele Häuser, die ich noch nicht von innen gesehen habe. Vielleicht gehe ich dann sogar mal zu einem Mozartkonzert.

Mittwoch, 24. Januar 2018

{Bericht} Wien - Stadtpark, Architektur, Mozart und Prater

Nachdem wir die Nacht gut überstanden hatten, nutzten wir schon die frühen Morgenstunden, um uns ein wenig die Stadt anzusehen. Unser erster Weg führte uns durch den hübschen Stadtpark mit vielen Denkmälern, Kunst und einer Blumenuhr!


Nachdem es die ganze Nacht über gewittert hatte, versprachen uns die allmählich aufbrechenden Wolken einen sonnigen Tag.
Unser eigentliches Ziel war der Stephansdom. Zwar hatte mein Papa eine Touristen-App, aber die half uns auch nicht wirklich weiter. Deshalb irrten wir auf gut Glück erstmal durch Gassen und zwischen hohen, alten Häusern, die alle sehr eindrucksvoll aussahen, umher.


Auch wenn ich mich in meiner Freizeit nicht wirklich damit beschäftige, mag ich Architektur und betrachte gerne die vielen Details. "Fotografierst du schon wieder ein Gebäude?" ist eine Frage, die ich sehr oft zu hören bekomme. Leider ist der Stephansdom zu groß, um ihn wirklich ganz auf ein Bild zu bekommen.
Im Inneren des Doms konnten wir uns alles ganz genau ansehen, weil um diese Uhrzeit kaum andere Touristen unterwegs waren. Fotos habe ich von innen trotzdem nicht wirklich gemacht.


Vor dem Stephansdom wurden wir dann auch zum ersten mal von einem Mann im Barockkostüm angesprochen: "Mozart-Konzert?" Es sollten noch viele weitere Male folgen...
Auch wenn ich gerne Mozart höre, lehnten wir ab und gingen stattdessen ins Mozarthaus. Dieses wunderbare Museum ist gleich in der Nähe des Stephansdoms und liegt ein bisschen versteckt. Vielleicht habt ihr ja von meinem Ausflug ins Beethoven-Haus in Bonn gelesen, hier in Wien ging es mir genauso. Es ist einfach unglaublich interessant durch die Wohnung eines berühmten Menschen, der vor Jahrhunderten gelebt hat, zu gehen und einfach nur aus den Fenstern zu sehen, um herauszufinden, was der Mensch damals gesehen hat.
Im Mozarthaus guckt man natürlich nicht nur aus Fenstern, es gibt auch spannende Ausstellungen mit Mozarts Werken und Informationen zu seiner Zeit und seinem Leben allgemein.

Nachdem wir also eine ganze Weile im Museum waren, beschlossen wir etwas zum Mittag zu essen. Um diese Zeit war dann auch das Wetter wirklich schön. Anschließend liefen wir weiter durch die Stadt...


... bis wir bei unserem nächsten großen Punkt ankamen: Der Prater.
Die vielen verschiedenen Fahrgeschäfte sind sehr verlockend und wenn man nicht aufpasst, kann man wohl sehr viel Geld dort los werden (aber das kann man in Wien allgemein ziemlich gut). Der Hauptgrund, warum wir den Prater besuchten, war natürlich das Riesenrad!


Doch danach waren wir alle ziemlich fertig und schlugen den Weg zur Wohnung wieder ein. Später kamen dann auch meine Schwester und ihre Freundin, die ebenfalls den Tag in Wien verbrachten, zu uns und am Abend gingen wir zusammen essen.
Insgesamt war es ein gelungener Tag. Wir haben viel gesehen und erlebt, haben neues Wissen dazu gewonnen und über alles Mögliche gestaunt. Wir hatten aber auch noch einen Tag vor uns...