Freitag, 14. Juli 2017

Das Anker-Kleid - 12 Colours of Handmade Fashion

Long time no see...
Wie schon zu oft in diesem Jahr! Aber ich bemühe mich in den nächsten Wochen wieder mehr zu bloggen - begonnen mit meinem Beitrag zur "12 Colours of Handmade Fashion" - Aktion von Selmin. Die Farbe im Juni war:

Blau

Was soll ich sagen? Blau ist schon seit meiner Kindheit meine Lieblingsfarbe und zufällig hatte ich schon am Anfang des Jahres ein blaues Projekt für den Juni in Aussicht. Schließlich flog ich mit meinen Freunden nach Griechenland und ich mache doch keinen Urlaub, ohne mir etwas dafür genäht zu haben.


Der Stoff:
Der blaue Stoff mit den weißen Ankern war sehr günstig und ich fand ihn im Stoffladen meines Vertrauens. Ich wusste sofort, was daraus werden sollte: Mein Urlaubskleid. Leider gab es einige Tücken. Da ich sofort anfangen wollte zu nähen, wusch ich den Stoff vorher nicht. Bisher hatte es bei mir schließlich deswegen noch keine Probleme gegeben. Diesesmal schon:
Erst färbte der Stoff ab und das Bügeleisen wurde dreckig und dann, nach dem Waschen des fertigen Kleides, wirkte der Stoff ganz ausgewaschen. Darüber habe ich mich ein bisschen geärgert, aber ich freundete mich mit diesem Makel an - ein bisschen shabby ist ja schließlich cool.


Der Schnitt:
Für den Schnitt nahm ich mal wieder Tanya Whelans Buch "Kleider nähen" zur Hand. Dabei wählte ich das trägerlose Oberteil, welches ich so veränderte, dass es einen Herzausschnitt bekam. Ursprünglich sollten die Träger im Nacken zusammen gebunden werden, aber mir unterlief beim Annähen ein kleiner Fehler, sodass mein ursprünglicher Plan komisch aussah und ganz normale Träger doch ganz hübsch.
Da ich keine Lust hatte den Besatz noch mal aufzutrennen, nähte ich die Träger am Rückenteil mit der Hand an und verzierte die Stelle mit Knöpfen.


Das Rockteil ist ein ganz normales, in Falten gelegtes Rechteck mit nur einer Naht. Normalerweise sind die Röcke meiner Kleider weiter und bestehen aus mehreren aneinander genähten Rechtecken, aber ich wollte mal etwas anderes ausprobieren. Dass der Rock nicht so üppig ist wie sonst, gefällt mir - vor allem im Sommer finde ich weniger Stoff besser.


Details:
Für die Knöpfe am Rückenteil wollte ich etwas ganz einfaches und so wurden es zwei weiße Plastikknöpfe ohne sichtbaren Löcher.
Mir fehlte aber noch das gewisse Etwas und so kam mir die Idee eine Kordel um die Taille zu binden. Schließlich passt das zu dem maritimen Look des Kleides ... und es bleibt trotzdem schlicht.


Zum Schluss:
Aus dem ursprünglich geplanten Kleid, das schick sein und ein bisschen dem 50er-Jahre-Stil entsprechen sollte, ist ein süßes Sommerkleid mit ein bisschen shabby entstanden - und ich mag es sehr gerne.
Plant ihr auch manchmal und am Ende kommt etwas anderes heraus, was ihr aber fast noch besser findet, als die eigentliche Idee?


Nun gut, ich verabschiede mich jetzt und arbeite an mir. Der nächste Post wird nicht so lange auf sich warten lassen! Versprochen!!!

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