Samstag, 11. Mai 2019

{Bericht} Leipziger Buchmesse 2019 - Freitag

Ein Moment der Ruhe. Und ich werde ihn nutzen, um euch endlich von der diesjährigen Buchmesse zu berichten. In welcher Reihenfolge ich was genau gemacht habe, weiß ich nicht mehr genau. Aber ich versuche mich an Hand der Fotos und meines Plans zu erinnern.


In diesem Jahr hatte ich zum ersten mal die Möglichkeit die LBM am Freitag zu besuchen. Und beim nächsten mal habe ich die hoffentlich auch. Im Gegensatz zum letzten Jahr war das Wetter schön und mein Freund und ich hatten eine entspannte Fahrt nach Leipzig, sodass wir sogar noch vor Beginn der Messe vor Ort waren, einen Parkplatz bekamen und uns schonmal im Innenbereich umsehen konnten. Ich hatte mein "Star Trek" - Kleid angezogen, weil ich den Tag nicht in einem unpraktischen und aufwendigen Cosplay verbringen sondern mich zunächst umsehen wollte.

Der erste Weg, als um 10.00 Uhr die Messe begann, führte uns natürlich in die Manga-Comic-Halle. Den Künstlerbereich erkundeten wir als erstes und zum ersten mal habe ich dort auch etwas Geld ausgegeben: Die tollen Fotodrucke der Künstlerin Holix fielen mir direkt ins Auge und so werden bald (wenn ich passende Bilderrahmen gefunden) zwei davon meine Wohnung zieren.


Während mein Freund zu seinem ersten Programmpunkt ging, hatte ich noch etwas Zeit in Halle 1. Da ich mich sonst an den Samstagen und Sonntagen durch die Gänge schieben lassen oder schlängeln musste, genoss ich den Platz am Freitag, sah mich in Ruhe um und erntete einige Komplimente für meine Interpretation der "Star Trek" - Uniform. Damit habe ich wirklich überhaupt nicht gerechnet, weil es eigentlich nichts Auffälliges ist. Um so schöner war es deshalb, dass Gleichgesinnte direkt erkannt haben, was ich da an hatte.

Mein erster Programmpunkt begann um 11.00 Uhr und war eine Signierstunde. Den Autor Thorsten Dörp kannte ich vorher nicht, aber die Beschreibung seines Buches "Eis geleckt" gefiel mir so gut, dass ich trotzdem hin ging. Ich erwartete eine lange Schlange, weshalb ich mich noch mehr freute als nur ein paar wenige Leute vor mich dran waren. Ich unterhielt mich kurz mit dem sehr sympathischen Autor, wie man denn auf so eine Geschichte käme und kaufte auch schließlich das Buch.


Da die Signierstunde so schnell ging, konnte ich im Musikcafé einen weiteren Programmpunkt mitnehmen, der mich ebenfalls sehr interessierte: Das Algorithmische Klanglabor! Hier konnte ich mir ein paar Inspirationen für meine Arbeit als Erzieherin mitnehmen, auch wenn ich es mir nicht bis zum Ende ansah, weil der Drang die verschiedenen Musikverlage zu durchforsten zu hoch war.

Mein Freund und ich trafen uns hier wieder und gemeinsam stöberten wir. Da ich kurz vor der LBM begonnen habe Klavierunterricht zu nehmen, wanderten auch ein paar Noten bei mir ein.


Um 12.30 Uhr fand im CCL im Rahmen des Musiklehrertages ein Vortrag statt, den ich interessant fand, auch wenn ich keine Musiklehrerin bin - aber einiges kann ich aus "Aktives Musikhören", wo ich fleißig mit schrieb, doch für die Arbeit mitnehmen.

Danach hatten wir zwei Stunden Zeit, um uns weiter umzusehen. Zuerst in Halle 2, wo extrem viele Schulklassen unterwegs waren.
Ein Besuch beim Annette Betz Verlag ist für mich eine Pflicht, genauso wieder Kauf von mindestens einem "Musikalischen Bilderbuch". In diesem Jahr wurde es "Die Moldau" und noch ein Zweites: "Die vier Jahreszeiten". Die wunderschönen Illustrationen in Kombination mit einer Geschichte zu fabelhafter Musik faszinieren mich immer wieder. Vielleicht werde ich die Bücher auf meinem Blog mal genauer vorstellen.


In Halle 3 verbrachten wir die meiste Zeit bei den Bücherregalen der Antiquariatsmesse. Ich liebe es mit den Fingern über die Buchrücken zu streichen, an alten Büchern zu riechen und die Spuren der Zeit zu begutachten.


 


Dort kaufte ich - auch wenn ich mich langsam mal zurück halten wollte - das "Buch der Lieder" von Heine.


Um 16.00 Uhr gingen wir noch einmal ins Musikcafé zum Vortrag Klavierspielen leicht gemacht. Hier wurde "Die neue Klavier-Fibel" von Ulrich Deppe vorgestellt. Auch wenn ich das Buch nicht kaufte, konnte ich wieder ein bisschen Wissen und ein paar Ideen mit nach Hause nehmen.

Mit den Programmpunkten war danach erstmal Schluss und wir nutzten die Zeit, um die Glashalle und schließlich Halle 1 nochmal zu durchforsten.


Eine Funko Pop Figur und eine Sonnenbrille wurden es diesesmal nicht, dafür entdeckte ich aber ein ganz tolles Buch: "Kleiner Trottel Axolotl" von Olivia Vieweg. Die Autorin war gerade am Stand und signierte nicht nur ihr Bilderbuch, sondern zeichnete gleich einen putzigen Axolotl dazu.



Zum Schluss kaufte ich mir noch eine Fuchsmütze, an der ich gefühlt hundert mal vorbei gegangen bin und überlegt habe, ob ich sie nun kaufen sollte oder nicht. Am Ende habe ich es doch getan und mein Budget für den Samstag deutlich nach unten gesetzt.


Die letzten Minuten des Tages auf der LBM verbrachten mein Freund und ich im Abendsonnenlicht in der Glashalle. Wir ruhten unsere Füße aus und machten uns für die Heimfahrt bereit. Der Freitag ist wesentlich entspannter als Samstag oder Sonntag auf der Messe. Natürlich waren viele Leute da, aber es war weniger überfüllt und wir konnten den Tag voll und ganz genießen.

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