Freitag, 13. Oktober 2017

{Bericht} Griechenland - Sommerabenderinnerungen

Der Herbst tobt sich aus und langsam wird es Zeit für mich die Sommererinnerungen hervor zu holen, um mir warme Gedanken zu machen. Und Sommererinnerungen habe ich in diesem Jahr eine ganze Menge. Los geht es mit dem Urlaub in Griechenland mit meinen beiden besten Freundinnen.

Vom 27. Juni bis zum 06. Juli 2017 flogen wir auf die Halbinsel Chalkidiki, in die Nähe der kleinen Stadt Ouranopoli. Da unser Flug sehr früh los ging, waren wir schon gegen 01.00 Uhr auf den Beinen. In den frühen Morgenstunden landeten wir in Thessaloniki und von dort aus begann eine zweistündige Fahrt durch griechisches Berg- und Felsland. Trotz der Müdigkeit konnte ich meinen Blick nicht von der Schönheit der Natur abwenden - aber zu der Natur werde ich in späteren Berichten mehr schreiben.

Wir nutzten den ersten Tag hauptsächlich dazu, um uns auszuruhen. Doch bevor wir ins Bett gingen, konnten wir noch von unserem Balkon aus den Sonnenuntergang betrachten.




Für den nächsten Tag war hauptsächlich der Strand angedacht, doch zunächst trafen wir uns mit der Reiseleiterin und planten unseren ersten Ausflug...


Nachdem wir also den Tag am Strand verbracht hatten, fuhren wir am Abend nach Ouranopoli. Von dort startete nämlich eine Bootstour zu einer kleinen Insel.


Die Bootfahrt an sich fand ich dabei am schönsten. Da war die untergehende Sonne über den unbewohnten kleinen Inseln und alles war in ein wunderschönes Licht getaucht. Wie immer musste ich mich zurück halten 1000 Fotos zu machen, um all das auch genießen zu können.


Die Insel, zu der wir fuhren, fand ich allerdings außer einiger Gassen, riesiger Hüte und den süßen kleinen Fischerboden, gar nicht so interessant. Trotzdem hatten wir eine Menge Spaß und ich konnte ein paar Eindrücke festhalten.

So ein großer Hut...
Auf der Heimfahrt spiegelte sich dann der orangene Halbmond im Wasser, weshalb bei mir wieder die hoffnungslose Romantikerin heraus kam und ich ein bisschen zu träumen begann. Insgesamt war es ein wundervoller Tag und ich bin froh, dass wir so spontan gleich am zweiten Tag den Ausflug unternahmen.
Auch wenn die Reise schon wieder so lange her ist, mag ich es das Gefühl, das ich damals hatte wieder aufzuwecken und (endlich) auch mit euch zu teilen.


Mittwoch, 4. Oktober 2017

{Erlebnis} Beethoven war auch nur ein Mensch

Im letzten Reisebericht erzählte ich davon, wie ein Kumpel und ich vom 02. bis zum 05. Juni 2017 die FedCon besuchten. Den Nachmittag des 03. Junis nutzten wir allerdings um unsere Umgebung zu erkunden. Mir persönlich war dieser Tag sehr wichtig, weil ich nicht nur Science Fiction und Zukunftsvisionen liebe, sondern auch die Vergangenheit - vor allem was die Musik betrifft. So habe ich vor einigen Jahren meine Liebe zu Beethoven entdeckt und wenn ich schon einmal in meinem Leben in Bonn bin, möchte ich auch wenigstens etwas über den Komponisten erfahren.

Zunächst sahen wir uns in Bad Godesberg, einem Stadtteil von Bonn, um. Dort suchten wir erstmal etwas essbares. Insgesamt war es unerwartet ruhig an diesem Samstagnachmittag und durch das schöne Wetter hatte es etwas gemütliches. Wir setzten uns also in ein Teegeschäft und genossen das Woanderssein, die Sonne und den Tee.

Allerdings hatte ich noch einen Plan: Nachdem ich auf der Leipziger Buchmesse am Beethoven-Haus-Stand mit einer netten Frau gesprochen habe und sie mir ans Herz legte, unbedingt vorbeizuschauen, wenn ich mal in Bonn bin, musste ich einfach noch dort hin.
Problem: Zu Fuß wäre es über eine Stunde entfernt gewesen. Mit etwas Überredungskunst fuhr mich dann mein Kumpel dort hin. Er wollte dann allerdings lieber im Auto warten und irgendetwas zocken.

in Bad Godesberg // Beethoven-Haus
Ich suchte also vom Parkplatz aus das Beethoven-Haus und war froh, dass ich es relativ schnell gefunden habe. Die Größe der Stadt und die vielen Straßen haben mich Kleinstadtkind erstmal erschlagen.

Im Haus fühlte ich mich dann gleich sicherer. Ich finde nicht nur die Musik von Beethoven faszinierend, sondern auch den Menschen dahinter. Und genau das wird einem im Museum immer wieder klar: Hinter der Musik steckt WIRKLICH ein Mensch, der mal gelebt hat. Einer, der mal jung war und Gedanken, Träume und Wünsche hatte.
Das Betrachten seiner Schriftstücke, Instrumente, Hörgeräte und und und - all die erhaltenen Sachen aus einer vergangen Zeit - macht den Menschen und die Musik auf eine ganz besondere Art und Weise lebendig. Manchmal wünschte ich, ich könnte einfach mal in der Zeit reisen und wirklich dabei sein. Aber da das nicht geht, sind Museen dieser Art eine gute Alternative.

Wer auch Beethoven und seine Musik liebt, sollte unbedingt mal dem Beethoven-Haus Bonn einen Besuch abstatten. Meiner Meinung nach lohnt es sich sehr und hätte ich nicht so ein schlechtes Gewissen wegen meinem Kumpel gehabt, der im Auto wartete, hätte ich mich bestimmt noch länger umgesehen.

Und wie auch auf der FedCon, habe ich mir etwas aus dem Museum mitgebracht:


Zunächst wären das die Eintrittskarte und ein kleiner Museumsführer zur Erinnerung. Ich bin einfach ein Mensch, der so was nicht wegwerfen kann, sondern es irgendwo aufbewahrt, damit es mir später mal wieder in die Hände fällt und ich mich erinnere.
Im Museumsshop kaufte ich mir das Musikalische Bilderbuch "Die Mondscheinsonate" von Doris Eisenburger. Zwar werde ich Erzieherin, aber ich muss zugeben, dass ich das Buch nicht aus pädagogischen Gründen gekauft habe, sondern einfach nur, weil ich die Mondscheinsonate liebe und die Geschichte und die Illustrationen im Buch so hübsch fand.
An der Spieluhr konnte ich auch nicht vorbei gehen. Dabei muss ich aber erwähnen, dass es mittlerweile zur Tradition geworden ist, mir Spieluhren zu kaufen, wenn ich an einem Ort bin, der für einen bestimmten Komponisten bekannt ist.

Ich hoffe, dass euch solche Beiträge gefallen, in denen ich von kleinen Erlebnissen erzähle und dabei das Berichten, meine Gefühlswelt und mein Gedankengut vereine.
Mögt ihr Beethoven oder klassische Musik allgemein? Wart ihr schon mal im Beethoven-Haus oder in einem ähnlichen Museum? Habt ihr da vielleicht sogar das gleiche gefühlt/gedacht wie ich? Dann schreibt mir doch einen Kommentar oder eine Nachricht. =)

Liebe Grüße
Luisa

Dienstag, 3. Oktober 2017

{Bericht} FedCon 26 in Bonn (+Video)

Wie immer hänge ich mit meinen Berichten hinterher. Um genau zu sein ganze vier Monate! Denn vom 02. bis zum 05. Juni 2017 waren ein Kumpel und ich gemeinsam in Bonn, um die FedCon zu besuchen.
Die FedCon (Federation Convention) ist eine Science-Fiction-Convention, die sich hauptsächlich mit "Star Trek" beschäftigt, wobei aber auch ganz viel anderes aus dem Bereich SF auffindbar ist, z.B. "Star Wars", "Doctor Who" und das Marvel-Universum. Einmal im Jahr treffen sich Fans aus ganz Europa (und darüber hinaus), um sich auszutauschen, Stars zu treffen und einfach nur Spaß zu haben.

Meine Zeit auf der FedCon
Da dies meine erste FedCon war, wusste ich noch nicht so richtig was mich erwartet. Einen Großteil meiner Zeit nutze ich vor allem damit, Sachen zu bestaunen, die es zu kaufen gab (und selbst Sachen zu kaufen), Cosplayer zu bewundern und mir Panels und Vorträge anzuhören.


Zu einer sehr lustigen Erinnerung gehört die klingonische Hochzeit, bei der es sehr laut und wild zuging, sodass ich meinen klingonischen Blutwein etwas verschüttet habe. Nebenbei bemerkt: Eigentlich mag ich gar keinen Wein, aber dieser hat mir doch ganz gut geschmeckt. =)
Neben dem Wandern auf der Con, bekam ich ab und an auch ein paar nette Worte über meine Kleidung. Zu solchen Veranstaltungen kann ich ja schließlich nicht "normal" auftauchen.

Samstag // Sonntag
Mein Samstagskleid ist von der Star-Trek-TNG-Uniform inspiriert. Doch statt einer Hose, empfand ich einen Rock mit Petticoat hübscher. Ich finde, dass es dadurch für die Fans immernoch als die Uniform wahrgenommen wird, aber auch was von Alice im Wunderland hat.
Am Sonntag trug ich mein Sternen-Kleid, über welches ich aber schon berichtet habe.

Panels und Vorträge
Rund um die Uhr finden im ganzen Convention-Berich Panels und Vorträge statt. Schon am ersten Tag bildete ich mich im Bereich der künstlichen Intelligenz weiter durch einen sehr lustigen Vortrag von Hubert Zitt. Anschließend sollte die Opening Ceremony beginnen, welche sich aber verschoben hat. Stattdessen sahen mein Kumpel und ich einer Weile Matt Smith zu und kamen zu dem Entschluss, dass wir unbedingt "Doctor Who" schauen sollten. Gleich am Anfang, als wir die Con besuchten, bekamen wir außerdem noch das Ende von Marina Sirtis´ Panel mit.
Am Sonnatg waren wir dann aber pünktlich am Anfang da und ich muss eins sagen: Ich liebe diese Frau. Sie ist voller Energie und hat einen verdammt trockenen Humor. Am selben Tag betrat noch der ganze TNG-Cast, der anwesend war, die Bühne. Aber ich habe mich nicht getraut, etwas zu fragen. -.-


Fotosessions
Ich liebe "Star Trek" und ich war überglücklich als Brent Spiner, der den Data spielt, angekündigt wurde. Leider erfuhr ich auf der Convention, dass er doch nicht kommt. Dafür habe ich Marina Sirtis am Samstag getroffen (Ich liebe diese Frau!) und Gates McFadden (ebenso wundervoll) am Sonntag. Ich habe mich gefreut wie ein kleines Kind, als sie mir Komplimente für meine Kleider gaben. Dass ich danach kein hübsches Kamera-Lächeln aufsetzen konnte, sondern einfach nur dämlich, aber glücklich, gegrinst habe, ist doch hoffentlich verständlich.

Meine Ausbeute
Natürlich möchte ich euch auch zeigen, was ich neben den tollen Erinnerungen und Glücksmomenten mit nach Hause genommen habe. Da ich mich kenne und weiß, dass ich leicht in eine Art Kaufrausch verfalle, habe ich mir für jeden Tag eine Obergrenze gesetzt und diese tatsächlich nicht überschritten! Einige Sachen auf dem Foto sind auch kostenlos gewesen, aber ich möchte sie euch trotzdem zeigen:


1 - Mit dieser Karte bekamen wir Zutritt zu den Panels und Vorträgen und das Bändchen kennzeichnete uns als Con-Besucher.
2 - Das sind die Fotos mit Gates McFadden und Marina Sirtis.
3 - Für 20€ gab es ein Paket mit 4 Tassen, 2 Coffee-to-go-Bechern und einem Schlüsselbund.
4 - Diese Tasse und die Buttons waren in einer Wundertüte.
5 - Kostenlose Leseproben
6 - Ich war schon lange auf der Suche nach einem Kommunikator und habe endlich einen bezahlbaren gefunden.
7 - Notizblock und Kuli lasse ich mir nie entgehen!
8 - C-3PO als FunkoPop-Figur ist verdammt süß und ziert nun mein Bücherregal.

Insgesamt war es ein wunderbares Wochenende. Am Samstagnachmittag gingen wir noch ein bisschen in die Stadt und was wir bzw. ich da gemacht habe, erfahrt ihr im nächsten Bericht.
Gerne würde ich irgendwann wieder auf die FedCon, aber leider habe ich im nächsten Jahr keine Zeit dafür.
Zum Schluss möchte ich euch noch ein kleines Video mit ein paar Eindrücken, die ich auf der Con sammeln konnte, zeigen:

Video

Sonntag, 3. September 2017

Roboter-Schößchen-Pullover - 12 Colours of Handmade Fashion

Beinahe hätte ich es versäumt, aber hier ist er: Mein Beitrag zur Aktion von Selmin. Die Farbe im August bereitete mir einige Schwierigkeiten. Es ist eine Farbe, die man nur ganz selten in meinem Kleiderschrank findet:

Lila

Mh ... Zwar habe ich noch einen fliederfarbenen Stoff, den ich allerdings für ein Sommerkleid verwenden wollte. Da ich aber schon ganz viele selbstgenähte Sommerkleider besitze und kaum etwas für den Herbst und den Winter, entschloss ich mich dazu, mich der wärmenden Bekleidung zu widmen. Und heraus kam dieser Schößchen-Pullover:


Der Stoff:
Ich hatte mir bereits im letzten Jahr ein Shirt aus dem Roboter-Stoff genäht und noch etwas davon übrig. Da er zwar dunkel und trotzdem ziemlich farbenfroh ist (darunter auch mit verschiedenen Lila-Schattierungen), entschloss ich mich dazu ihn mit einem einfachen schwarzen Baumwoll-Jersey zu kombinieren.


Der Schnitt:
... ist mal wieder aus dem Buch "Kleider nähen" von Tanya Whelan. Dabei hatte ich jedoch die Idee, den Halbtellerrock so weit zu kürzen, dass man eine Hose darunter tragen muss und ich statt einem Kleid, ausnahmsweise mal einen Pullover habe.
Die langen Ärmel erweiterte ich, sodass sie mehr "puff" bekamen.


Zum Schluss:
Meiner Meinung nach ist das Experiment gelungen: Das Oberteil ist ein bisschen chic und ein bisschen nerdy - so wie ich es gerne habe. Außerdem bin ich jetzt auch mal mit einem selbstgemachten Teil für die kälteren Tage ausgerüstet.


ALLES AUF EINEM BLICK

Schnittmuster
Princess-Oberteil mit Bubikragen und lange Ärmel (zu Puffärmeln geändert) aus "Kleider nähen" von Tanya Whelan; gekürzter Halbtellerrock nach eigenem Schnitt

Stoff
Jersey schwarz, Jersey Roboter: Der Stoffhandel